Eröffnung Erlebnisbad

Am 8. Juni soll das Zerbster Erlebnisbad wieder öffnen. Besucher müssen mit Einschränkungren wegen Corona rechnen.

Von Daniela Apel

Zerbst: Mit Inkrafttreten der aktuellen 6. Eindämmungsverordnung hat die Landesregierung weitere Lockerungen beschlossen. So dürfen in Sachsen- Anhalt nun auch die Freibäder öffnen. Allerdings ist das mit einigen strikten Auflagen verbunden, um die Gefahr von Corona-Infektionen zu verringern.

„Der Badespaß wird etwas auf der Strecke bleiben“., gesteht Jürgen Konratt. Er ist Geschäftsführer der Stadtwerke, die das Zerbster Erlebnisbad betreiben. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der DLRG und der Stadt als Eigentümer bereitet das kommunale Unternehmen derzeit die Freibad-Öffnung zum 8. Juni vor.

Vorerst keine Tageskarten

Es wird ein ungewöhnlicher Saisonstart sein. Denn coronabedingt müssen die Besucher mit einigen Einschränkungen rechnen. Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sind zu erfüllen, die sich auf die Nutzungsbedingungen auswirken. Wie Jürgen Konratt informiert, ist die Zahl der Badegäste vorerst auf maximal 350 begrenzt. Mehr Personen dürfen sich nicht auf dem Gelände und in den Becken tummeln.

Um dennoch möglichst vielen Kindern und Erwachsenen die Chance zu geben, ins kühle Nass abzutauchen, werden bis auf Weiteres keine Tageskarten verkauft. Stattdessen können nur Eintrittskarten bis zu drei Stunden erworben werden, wie der Stadtwerke- Chef erläutert. „Kinder bis zum zehnten Lebensjahr sind durch Erwachsene zu begleiten“, nennt er ein weiteres Kriterium für den Freibadbesuch.

Wegekonzept ausgearbeitet

Zu den verschiedenen auflagen gehört ebenfalls , dass alle Badegäste mit Namen, Adresse und Telefonnummer erfasst werden müssen. Vier Wochen lang sind die Kontaktkaten aufzuheben, falls eine Corona-Infektion nachverfolgt werden muss. Dann werden sie wieder gelöscht, wie Jürgen Konratt schildert. Wer indes nicht bereit ist seine Personalien anzugeben, kann nicht hereingelassen werden.

Wie momentan überall, ist auch im Erlebnisfreibad untereinander der geforderte Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Das gilt für die Liegewiesen genauso wie in den Becken. „Wir haben auch ein Wegekonzept erarbeitet“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer. Er berichtet von aufgeklebten Pfeilen, die markieren, wo in welche Richtung lang gelaufen werden darf.

In allen geschlossenen Bereichen greift außerdem die Maskenpflicht. Das heißt, im Eingangs- beziehungsweise Kassenbereich, in den Sanitärräumen und am Tresen der Gastronomie ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Eine weitere Einschränkung betrifft das Badevergnügen an sich. „Alle Attraktionen werden geschlossen sein“, sagt Jürgen Konratt. Es könne weder gerutscht noch vom Turm gesprungen werden, auch die Sprudler bleiben aus, liegt Bedauern in seiner Stimme.

Bei wiederholten Verstößen droht Platzverweis

Jeder, der sich nicht an die Hygiene- und Abstandsregeln hält, wird zunächst ermahnt. Wird dies allerdings ignoriert, „werden wir als Hausherr von unserem Platzverweisungsrecht Gebrauch machen“, betont Jürgen Konratt. Immerhin „ist jeder –verstoß bußgeldbewehrt begründet er.

Im Juni wird das Erlebnisbad täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein. „Ende des Monats entscheiden wir neu“, ergänzt der Stadtwerke-Chef. Nun jedoch blickt er erst einmal gespannt auf den so ungewohnten Start in die von Corona überschattete Badesaison.

 

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